Von Puno fahren wir noch knapp 2 ½ Stunden um den Titicacasee herum zur Grenze nach Bolivien. Vorher besuchen wir noch einen Viehmarkt.
Hier kommen alle Bauern aus der Region und verkaufen oder tauschen ihre Tiere. Mit dem Sammeltaxi und die Errungenschaften auf dem Dach geht es dann wieder nach Hause…
Den Grenzübergang überquerten wir gemütlich zu Fuß.
Dort wurden wir von Erich begrüßt. Er ist unser neuer Reiseleiter für Bolivien. Er zeigte uns als erstes das Örtchen Copacabana.
Nein, nicht der Stadtteil von Rio… Copacabana in Bolivien hat als erstes den Namen getragen. Die Brasilianer haben aus dem Namen mit Ihrem Strand dann eine Berühmtheit gemacht. Die kleine Halbinsel hat ein besonderes Flair, mit den Leuten mit ihren Trachten, einem großen Markt und mit vielen bunten Sachen. Von Copacabana geht es mit dem Tragflügelboot zur Sonneninsel.
Diese Insel soll laut den Legenden die Geburtsstätte der Inkas sein. Jeder Inka musste einmal im Jahr auf die Sonneninsel und an einem Ritual teilnehmen, quasi das Mekka der Inkas. Mit einer kleinen Treckingtour geht es zu unserer Posada. Ok, Trecking nur für mich und Claudi darf auf Patrizia vorausreiten…
Der Titicacasee ist wirklich beeindruckend und wir genießen die Ruhe zu Zweit und entspannen beim Sonnenuntergang und Mondaufgang. Ok, von Sonnenuntergang war nicht viel zu sehen. Direkt über Puno ging die Welt unter aber dafür verziehen sich die Wolken über einer schneebedeckten Bergkette der Anden.
Direkt daneben ging dann effektvoll der Mond auf.
Nach einem leckeren Abendessen schlafen wir gut im beheizten Zimmer unter der Wärmedecke. Am nächsten Tag besuchen wir das Dorf der Einheimischen und lernen die Lebensweise kennen. Wir werden eingeladen mit in die Küche zu gehen und sind, nun ja, fasziniert. Man beachten unten links die Meerschweinchen...
Trotz der einfachen Verhältnisse haben wir zu keiner Zeit das Gefühl, dass die Menschen unglücklich sind. Mit einem Spaziergang über die Insel und einem leckerem Mittagessen (frisch gefangene Lachsforelle vom Titicacasee) verabschieden wir uns von der Sonneninsel und fahren zur Mondinsel.
Wie bereits geschrieben, hat die Dualität eine wichtige Bedeutung für die Inkas und so gibt es neben der Sonneninsel eine Mondinsel die auch einen Tempel hat.
Da der Mond bei den Inkas weiblich war, also die Mond, gab es auf der Mondinsel einen Tempel für ca. 25 Jungfrauen.
Bei einem großen Unwetter, ein Dürre oder sonstigem Unheil wurden dann eine der Jungfrauen geopfert. Von der Mondinsel geht es weiter mit dem Tragflügelboot zum Festland. Dort wartet ein Bus auf uns der uns nach La Paz bringt.
